Geheimnisse hinter der Leistungsreserve einer Uhr

Eines der wichtigsten Elemente einer mechanischen Uhr ist ihre Leistungsreserve. Die Hauptfeder (eine Metallspule) treibt ein Uhrwerk an: Wenn die Uhr fest zusammengerollt ist, hat sie eine Spitzenleistung erreicht und kann tatsächlich nicht mehr aufgezogen werden. Unabhängig davon, ob es sich um Handaufzug oder Automatik handelt, laufen Uhrwerke bei vollständigem Aufzug am präzisesten und verlieren mit der Zeit an Präzision, wenn die Spannung der Hauptfeder nachlässt (oder die Spule sich "löst"). Um regelmäßig laufen zu können, sollte eine Uhr etwa 25 bis 30 Prozent ihrer Zugfeder behalten.

Eine Vielzahl von Faktoren kann sich darauf auswirken, wie lange es dauert, bis eine Hauptfeder sich abwickelt, langsamer wird und schließlich den Lauf einer Uhr anhält. Je länger eine Triebfeder ist, desto länger dauert das Lösen und somit auch die Gangreserve. Eine mechanische Standarduhr hält die Energie für ungefähr zwei Tage oder 40 bis 50 Stunden aufrecht. Viele Uhren verfügen über eine sogenannte Gangreserveanzeige, die der Gasanzeige eines Autos ähnelt.

Im Allgemeinen empfiehlt es sich, einmal am Tag die Uhr mit Handaufzug aufzuziehen, unabhängig davon, ob die Uhr über eine Gangreserveanzeige verfügt oder nicht. Einige sagen vielleicht, dass eine Gangreserveanzeige bei einer automatischen Uhr hilfreicher ist. Theoretisch läuft sie jedoch nicht aus, solange sie häufig am Handgelenk erscheint. Wir leben jedoch in einer Ära, in der unsere stärkste tägliche Aktivität darin besteht, eine heiße E-Mail zu schreiben. Diese Art der Bewegung des Handgelenks reicht nicht aus, um eine automatische Uhr mit optimaler Leistung zu halten. Ein Hinweis auf eine geringere Leistung erinnert den Träger daran, von seinem Schreibtisch aufzustehen und einen buchstäblichen Kraftgang zu machen.

Obwohl Gangreserveanzeigen zu den pragmatischsten Uhrenkomplikationen gehören, werden sie oft auch sehr kreativ ausgeführt. Nachfolgend betrachten wir einige bemerkenswerte Beispiele.

Das Lange 31 (siehe oben) ist die erste mechanische Armbanduhr mit einer Gangreserve von 31 Tagen. Die Uhr verfügt über eine patentierte Hemmung mit konstanter Kraft und bietet über einen Monat lang eine hohe Stabilität und konstante Genauigkeit.

Foto von Martin Wilmsen

Die Ikone Panerai 233 (siehe oben) ist ein begehrtes Modell für Panerai-Enthusiasten. Das hauseigene Handaufzugswerk bietet eine Vielzahl eindrucksvoller Funktionen, darunter Tag / Nacht- und GMT-Indikatoren. Seine Fähigkeit, Strom für acht Tage zu speichern (oder, wenn man den Überblick behält, den Standard zu vervierfachen), rechtfertigt das Auftreten dieser zwingenden linearen Leistungsreserve.

Foto mit freundlicher Genehmigung von Hublot

Das Hublot MP-05 LaFerrari bringt die Idee der Leistungsreserve als Gasanzeige auf ein völlig neues Niveau. Es ist ein beispielloser 50-tägiger Tag (lesen Sie es noch einmal: Tage, nicht Stunden) Die Gangreserve wird auf der linken Seite des Einstellrads angezeigt.

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