Dunkle Seite von Grün

Sie können nicht immer davon ausgehen, dass ein Produkt gut für Sie ist, nur weil es für den Planeten gut ist. Begriffe wie "natürlich" und "grün" sagen wenig darüber aus, wie Produkte Ihren Körper beeinflussen können. Umweltfreundliche Praktiken bergen manchmal verborgene Gesundheitsrisiken, und sogar die Wiederverwendung und das Recycling können Gefahren verursachen.

Der Täter: Wiederverwendbare Einkaufstaschen
Im Jahr 2010 stellte Wegmans Supermarktkette Wegmans den Verkauf von zwei wiederverwendbaren Einkaufstüten ein, nachdem Labortests ein hohes Maß an Blei festgestellt hatten. Dann fand die Tampa Tribune das giftige Schwermetall auf wiederverwendbaren Säcken von zwei Supermarktketten (meistens in der Farbe, die zum Dekorieren verwendet wurde) und veranlasste die Ketten, Erstattungen anzubieten. Die Gefahr besteht darin, dass die Elektrode möglicherweise in den Inhalt einer Tasche gerät und aufgenommen wird.

Die Lösung: Verwenden Sie normale Baumwoll- oder Polyestersäcke. Und waschen Sie sie nach dem Einkauf, um Bakterien, wie etwa E. coli, zu reduzieren, die sich möglicherweise angesammelt haben. 97 Prozent der Taschenbesitzer sagten, sie hätten ihre Taschen nie gewaschen oder gebleicht.

Der Täter: Recycling-Verpackung
Mineralöle aus Druckfarben und Recyclingkarton, die in einigen Getreide- und Reisboxen verwendet werden, können laut Schweizer Untersuchungen in die Lebensmittel gelangen. Tierstudien legen nahe, dass dieses Öl Entzündungen verstärken und Tumore fördern kann, aber niemand weiß, wie viel für den Menschen gefährlich ist. So minimieren Sie Ihre Exposition.

Die Lösung: Wählen Sie unverpackte Lebensmittel, wenn Sie können. Der Einkauf in loser Schüttung (für ein niedrigeres Paket-zu-Lebensmittel-Verhältnis) kann ebenso hilfreich sein wie die Lagerung der Lebensmittel zu Hause in Glasbehältern.

Der Schuldige: Duftprodukte
Als Wissenschaftler der University of Washington 14 herkömmliche parfümierte Haushalts- und Körperpflegeprodukte (z. B. Wasch- und Desodorierungsmittel) mit 11 "grünen" Versionen verglich, stellten sie fest, dass beide Typen die gleiche Anzahl gefährlicher Chemikalien freisetzten, die als flüchtige organische Verbindungen (VOC) bezeichnet werden. Bei allen grünen Produkten wurden mindestens zwei von der EPA als gefährlich oder giftig eingestufte VOCs freigesetzt, und bei vier dieser Stoffe wurde mindestens ein bekanntes Karzinogen freigesetzt.

Die Lösung: Duftstoffchemikalien werden nicht oft auf Etiketten aufgeführt. Die Forscherin Dr. Anne Steinemann schlägt daher vor, nicht parfümiert zu kaufen. Viele "natürliche" oder "organische" Duftprodukte sind genauso gefährlich wie künstliche.