Gene-Editing könnte Genies auslöschen

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Lohnt es sich, Krebs auszulöschen, ohne die nächste Thomas Edison oder Stephen Hawking zu verlassen?

Biotech-Wissenschaftler haben jetzt die Fähigkeit, menschliche DNA auf eine Weise zu „bearbeiten“, die Krankheiten wie Krebs, Schizophrenie und Depressionen beseitigen kann. Ja, das ist Magie auf Jurassic Park-Ebene und - auf den ersten Blick - ein unglaubliches Werkzeug.

Aber zumindest ein Wissenschaftler ist besorgt, dass diese Art von DNA-Änderungen auch zukünftige Genies auslöschen könnte. Der Grund? Krankheiten, die von Schizophrenie bis hin zu bipolaren Störungen reichen, sind seit langem mit erhöhter Intelligenz verbunden, sagt Jim Kozubek, ein Computerbiologe und Autor von Moderner Prometheus- ein Buch über die Bearbeitung von Genen.

Die Daten deuten darauf hin, dass Schriftsteller wie Tennesse Williams zehnmal häufiger an einer bipolaren Störung leiden als der Durchschnittsmensch, und Dichter sind 40-mal häufiger betroffen. Kozubek bezeichnet auch Autismus als ein mögliches „Geschenk“, das von unzähligen Generationen menschlicher Existenz weitergegeben wurde.

"Wissenschaftler neigen dazu, Variationen im Leben als zu lösende Probleme zu betrachten", sagte Kozubek einem französischen Nachrichtenmagazin. „Darwin hat uns in der Realität gezeigt, dass die Evolution nicht in Richtung eines idealen Konzepts oder Modells voranschreitet, sondern eher eine Arbeit der Anpassung in lokalen Nischen ist.“

Neben seinem Argument „Save the Geniuses!“ Macht Kozubek einen größeren Punkt: All diese Gentechnik-Technik ist so neu, dass wir uns nicht sicher sein können, wie das Durcheinander mit DNA uns und die Welt um uns herum verändern kann.